So, heute gibt es endlich den Bericht zur Oscarverleihung. Wie auch schon in vielen Jahren zuvor habe ich diese natürlich wieder bei der Oscar-Nacht im CinemaxX am Dammtor verfolgt. Auch in diesem Jahr traf man selbstverständlich wieder auf zahlreiche der “alten Hasen”. Nach dem Begrüßungssekt ging es dann erst mal in den Saal. Es gab wieder die obligatorische Verlosung – wo ich wieder nichts gewonnen habe – und anschließend die Preview. Dieses Mal war es der Film “Der letzte König von Schottland”, so dass ich zum Beginn der Verleihung die meisten der nominierten Filme schon gesehen hatte.
Die Pre-Show mit Steven Gäthjen war leider mal wieder ziemlich unterirdisch. Ich will demnächst bitte wieder Anke Engelke am roten Teppich sehen. Zum Glück hat Pro7 aber diese Zwischeneinschübe mit den peinlichen “Analysen” gestrichen.
Die ersten Oscars gingen dann auch prompt an Filme, auf die ich auch getippt hatte. Bei einigen anderen meiner Tipps habe ich dann aber auch wieder daneben gelegen. Nachdem Pan’s Labyrinth zwischenzeitlich 3 Oscars einstreichen konnte, sah ich persönlich die Chancen für den Film “Das Leben der Anderen” in der Kategorie des besten fremdsprachigen Filmes steigen. Andere gingen aber eher von einem Durchmarsch von Pan’s Labyrinth aus.
Zumindest die Moderation von Ellen DeGeneres war mal wieder etwas erfrischend Neues und von mir aus darf sie das ruhig noch ein paar Mal machen.
Bei den Darstellerpreisen gab es dann die erste Überraschung, nämlich nicht der bereits im Vorfeld diverse Male ausgezeichnete Eddie Murphy wurde mit einem Oscar als Nebendarsteller ausgezeichnet, sondern Alan Arkin aus “Little Miss Sunshine”. Wenn ich vorher schon gewusst hätte, dass er letztmalig 38 Jahre zuvor nominiert war, hätte ich mir das eigentlich schon ausrechnen können. Aber alle anderen Darsteller waren eine klare Sache. Schade nur für Kate Winslet, dass sie immer gegen überragende andere Schauspielerinnen antreten muss. Ich hoffe, sie liefert im laufenden Jahr einen weiteren guten Film ab und dann sollte sie demnächst auch endlich mal “fällig sein”. Eine weitere Überraschung verbarg sich bei den Original-Songs, denn offenbar konnten sich die Academy Mitglieder nicht auf einen der drei Titel aus “Dreamgirls” einigen, so das an Ende der von Melissa Etheridge gesungene Song “I need to wake up” aus dem Dokumentarfilm “Eine unbequeme Wahrheit” die Nase vorn hatte.
Dann aber eben die Überraschung der Nacht: Der Oscar für den besten fremdsprachigen Film ging an GERMANY. Die rund 300 Besucher im CinemaxX bejubelten diesen Oscar, als wären sie direkt vor Ort im Kodak Theatre. Und auch der längst überfällige Oscar für Scorsese konnte in diesem Jahr vergeben werden. Interessant ist am Ende, dass zwar Regie und Bester Film an “Departed: Unter Feinden” gingen, insgesamt gesehen liegt der Film aber nur um eine Auszeichnung vor “Pan’s Labyrinth”, welcher insgesamt drei Oscars einheimsen konnte. Der Mitfavorit “Dreamgirls” ging dagegen mit nur zwei Oscars bei 8 Nominierungen eher leer aus. Leider auch untergegangen ist “Babel”, welcher in meinen Augen durchaus mehr Auszeichnungen verdient hätte.











