Archiv für die Kategorie „Kurioses“

Müller Milch meets Bel Ami

Kurioses, Sexy Typen, Werbung | Posted by idrzewiecki
Okt 01 2005

Tja, das ist dann wohl dumm gelaufen. Da hat sich Müller Milch für einen neuen Werbespot billig in Tschechien Models casten lassen und hat sich dann auch für einen namens Filip Trojovský entschieden, der den Artisten “Sigi Müller” verkörpert.

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Doch dieses Model hat auch noch einen Künstlernamen und der lautet Tommy Hansen. Und ausgerechnet dieser Tommy Hansen bzw. Filip Trojovský ist nicht nur Bewohner in dem tschechischen Big Brother Haus, nein, er hat seine “Qualitäten” auch schon in mehreren Bel Ami Filmen zur Schau gestellt.

Natürlich war das ein gefundenes Fressen für die große deutsche Boulevardzeitung mit den vier Buchstaben und nun hat Müller ein Problem.

Linktipps:
Big Brother -Tschechien

Was ist ein Pseudo?

Dies und Das, Kurioses | Posted by idrzewiecki
Sep 15 2004

So, aus gegebenem Anlass will ich noch mal versuchen, ein wenig Licht in das Dunkel “Pseudotum” bringen.

Es gibt eine interessante Übesetzung des Wortes PSEUDO: Pseudos Schreiben Einander Unter Decknamen Originellen Schwachsinn.

Nun es ist sicher eine interessante Beschreibung, aber ob das allerdings den Kern der Sache trifft, bleibt fraglich. Es stimmt, dass sich Leute, sie sich “Pseudos” nennen, sich gegenseitig unter einem bestimmten Decknamen Texte (sogenannte Pöngse – abgeleitet von Coupons, dazu später mehr) schreiben. Es stimmt auch, dass dabei meist nur Schwachsinn entsteht, aber ob dieser Schwachsinn auch originell ist, darüber streiten sich die Götter.

Die Grundlage für das Pseudotum bildet normalerweise eine Zeitschrift, die regelmäßig erscheint und die jeder Interessent beziehen kann, sei es durch ein Abonnement oder durch den öffentlichen Verkauf an Tankstellen oder Zeitschriftenläden.

Die Anfänge
Viele Pseudos haben in kleinen regionalen Kleinanzeigenzeitungen angefangen. (Ich auch, bei mir war es der Heiße Draht in Hannover) In diesen Kleinanzeigenzeitungen werden normalerweise die unterschiedlichsten Dinge von Privatpersonen inseriert, sprich zum Verkauf angeboten. Dabei gibt, oder gab, es in manchen dieser Zeitungen auch eine Rubrik “Kommunikation”. Dort werden normalerweise Glückwünsche oder Suchmeldungen aufgegeben. Hieraus hat sich das sog. Pseudotum entwickelt. Einige Leuten wissen von anderen, dass sie diese Zeitung auch regelmäßig kaufen (wie sie selbst) und schreiben einander unter einem beliebigen Decknamen, dem sog. Pseudo. Dabei müssen diese Anzeigen nicht mal Sinn haben. Inzwischen haben sich allerdings alle diese Zeitungen auf ihren kommerziellen Zweck besonnen und diese Rubriken durch allerlei Beschränkungen “pseudofrei” gemacht.

Aus dieser Zeit stammt auch der Begriff “Pöngse” oder “Pönxe”. Die Anzeigen für diese Kleinanzeigenzeitungen wurden auf Coupons geschrieben, die der Zeitung beilagen. Mit der Zeit wurden unter den Pseudos aus den Coupons die “Kuhpongs”, später die “Pongs” und irgendwie kamen auch noch die Pünktchen auf dem “o” dazu. Inzwischen wird aus dem “gs” meist noch ein “x”. Mal schauen, wie die Dinger in 10 Jahren heißen. Diese immer seltsamere Blüten treibende “Verunstaltung” von Wörten hing meist damit zusammen, dass man auf möglichst wenig Zeichen möglichst viel schreiben konnte.

Was zeichnet ein Pseudo aus?

Pseudos sind seltsam!

Dieser Satz ist zum selbsternannten Wahrzeichen vieler Pseudos geworden. Das wird vor allem deutlich, wenn mehrere Pseudos aufeinandertreffen und sich gegenseitig nicht mit dem richtigen Namen ansprechen, sondern mit der Abwandlung ihres Pseudonamens (der dann doch ab und zu etwas verschandelt wird). So wird aus “Dr. Acula” “Aci”, aus “Der Poet” “Pööt” und aus dem “Froschkönig” der “Froschi”. Mal im Ernst, würden Sie einen Mann gesetzten Alters auf der Straße mit “Hallo Froschi” ansprechen, wenn sie seinen normalen Namen wüssten?

Pseudos sind nett

Im Allgemeinen sind Pseudos sehr umgängliche Leute aus jeder Altersgruppe. Sie haben außer der Tatsache, dass sie miteinander kommunizieren erst mal gar nichts gemeinsam. Manchmal kann es natürlich passieren, dass sie sich treffen (manchmal mehr, manchmal weniger gewollt), dort können sich durchaus auch andere Gemeinsamkeiten entwickeln. Nett sein gilt aber auch für die Pöngse, die man sich schreibt. Man greift nie eine Person direkt an, sondern bemüht sich um ein friedliches Klima.

Pseudos müssen immer knuddeln

Pseudos sind sehr knuddelbedürftig und es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass zwei Pseudos unterschiedlichen oder auch gleichen Geschlechtes knuddeln müssen, wenn sie aufeinandertreffen. Deshalb sind bei sog. Pseudotreffs die Vormittage grundsätzlich meistens mit Knuddeln zu verbringen. Knuddeln heißt, sich gegenseitig in den Arm nehmen und so Sekunden, Minuten oder auch Stunden zu verbringen. Es gibt z.B. auch Pseudonamen, die förmlich dazu einladen (wie z.B. Kuschelmaus).

Pseudos spielen gerne

Dieses Phänomen ist v.a. bei den sog. Pseudotreffs zu beobachten. Dabei handelt es sich entweder um Strategiespiele (z.B. Siedler), für die etwas bequemeren oder die sportliche Betätigung für die, die meinen sie müssten sich körperlich betätigen. Dabei kommt es nicht aufs Können an, sondern eher darauf, sich noch doofer anzustellen als der Nebenmann. Einen Sieger gibt es hier überraschenderweise immer, denn die Unsportlichkeit der Pseudos lässt sich doch immer wieder überbieten.

Pseudos spielen gerne (Teil II)

Da Pseudos sich meist nur schreiben können, ist das Spiel mit Worten und Buchstaben sehr verbreitet. Die Erfindung neuer Worte gehört fast schon zum Standard. Es gibt aber auch bestimmte Formulierungen, die zu der Zeit entstanden, als die kommerziellen Kleinanzeigenblätter anfingen die max. Zeichenanzahl extrem einzuschränken. Ein Beispiel hierzu ist das beliebte “ViliGrandi”, das früher als “Viele liebe Grüße an dich” ausgeschrieben wurde. Außerdem findet man teilweise ganze Wortteile, die durch ein einzelnes Zeichen ersetzt wurden, z.B. “m1t du?” für “meinst du?” oder “einx ist keinx” wobei das “x” als “mal” zu lesen ist. Natürlich verwenden auch Pseudos Smileys um ihre Stimmung auszudrücken. :-)

Pseudos wollen sich nicht bereichern

Der Heftpreis der verschiedenen Pseudomagazine deckt ausschließlich nur die Produktionskosten. Pseudos berechnen sich untereinander keine Gefallen und was man für andere Pseudos tut, wird mit Knuddels bezahlt.

Pseudosein ist eine Altersfrage?
Das Pseudotum macht vor keinem Alter halt. Es gibt eigentlich nur eine Grundvoraussetzung fürs Pseudotum: Lesen und schreiben können. Somit ist die Altersgrenze etwas nach oben gesetzt, denn ein Säugling ist ja bekanntlich des Schreibens meist nicht mächtig. Allerdings könnte man bei manchen Pöngsen auf ein Säuglingsalter schließen, wobei teilweise nicht klar ist, ob das beabsichtigt ist oder nicht. Das älteste in Deutschland bekannte Pseudo dürfte Ida Ehre gewesen sein. Sie hat bis zu ihrem Tode aktiv als Pseudo mitgeschrieben (solange es ging). Ihre „Rote Grütze“ war phänomenal und ich bin froh, sie kennen gelernt zu haben.

Verstanden? Nicht? Ok, ich habe es fast befürchtet.

Mister Madonna – eine Geschichte

Dies und Das, Kurioses, Persönliche Gedanken | Posted by idrzewiecki
Sep 01 2004

Ja, Mister Madonna, hört sich erst mal ziemlich bescheuert an. Ist es wahrscheinlich auch, aber egal. Nun, wo kommt dieser Name her? Neben einem Spitznamen, den ich in der 7. – 9. Klasse hatte und der mit einem großen gelben Vogel zu tun hatte, bekam ich irgendwann auch diesen verpaßt. Natürlich nur, weil ich anscheinden ständig meine Umwelt mit Geschichten um Madonna (ja, natürlich die Sängerin) genervt habe. Egal, da mußten sie eben durch. Das muß auch so in den Jahren 1984/1985 gewesen sein.

Nun, irgendwann wurde ich dann ein sogenanntes “Pseudo” (ok, noch eine Verücktheit, aber dazu gibt es vielleicht mal an anderer Stelle mehr) und nutzte auch hier eben wieder den Namen “Mister Madonna“. Und das natürlich über viele Jahre. Und nach den Pseudos kam die Starbase 49. (oh weh, wie erkläre ich das jetzt, Telefonsystem mit 0190-Nummer hört sich sehr verrucht an, war es aber gar nicht). Naja, meine Namenswahr dort fiel – wie konnte es anders sein – auf “Mister Madonna”. Ich glaube, dort kam dann öfter auch die Kurzform “Mister” zur Verwendung.

Der Name existiert zwar immer noch und auch eine Mailadresse mit diesem Namen besitze ich noch, aber wirklich viel genutzt wird “Mister Madonna” von mir nicht mehr. Ok, hier und da in manchen Madonna-Foren, aber sonst eher wenig. Vielleicht werde ich einfach zu alt für sowas??

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