Anschließend gab es als Preview-Film “Good Night, and Good Luck.” Ich persönlich fand ihn jetzt nicht so übermäßig überragend. Und um die Uhrzeit war er auch eher langatmig. Da hätte ich dann doch lieber “Transamerica” gesehen.
Nach dem Film gab es dann Musik im Foyer und dazu die Mitternachtssuppen (wahlweise mit Fleisch oder vegetarisch) war aber ganz lecker und es war auch ausreichend vorhanden. Dann schnell noch einen ersten Kaffee geschnappt und ab ging es zur Pre-Show. Schade nur, dass es dieses Mal keine Anke Engelke am roten Teppich gab, denn die war wenigstens witzig. Das was jetzt gezeigt wurde, war dann eher belanglos. Einziger Lichtblick war Felicity Huffman, der zwei Videos mit Glückwünschen ihrer “Desperate Housewives”-Kolleginnen gezeigt wurde, so dass sie glatt feuchte Augen bekommen hat. Sehr sympathisch.
Und dann ging sie los, die Verleihung. Moderator Jon Stewart machte seine Sache dann schon ganz gut. Lustig war auch der Videofilm, in dem frühere Moderatoren wie Billy Crystal, Chris Rock, Whoopi Goldberg oder David Letterman dankend eine Moderation ablehnten. Und als sich Stewart dann auch noch im Bett mit Halle Berry und anschließend George Clooney wiederfand…
Was war aber nun mit der Verleihung an sich. Im vergangenen Jahr fand ich, dass sie ziemlich gehetzt wirkte, vor allem mit dem Vergeben der Oscars mal eben so am Platz. Das hatte nichts mehr. Und auch die Gesangsparts im letzten Jahr haben mich verärgert, denn warum bitte musste ausgerechnet Beyonce gleich drei Songs singen, obwohl sie mit denen nichts zu tun hatte? Das war in diesem Jahr zum Glück wieder anders. Warum aber nur drei Songs nominiert wurden, ist mir noch immer ein Rätsel. Dolly Parton sah dann auch ziemlich seltsam aus. Mein Favorit war der Song “In the Deep” aus dem Film “L.A. Crash”, aber gewonnen hat dann ja “It’s hard out here for a pimp”, welcher im Film “Hustle & Flow” zwar funktioniert, aber als eigenständiger Song dann doch ziemlich schnell nervig ist.
Bei den technischen Kategorien habe ich dann mit meinen Tipps auch gar nicht so verkehrt gelegen. Ich hatte erst ja auch alle drei Nominierungen für “King Kong” auf der Liste, hatte mich dann aber noch mal umentschieden… was ein Fehler war. Und zwei Herzentscheidungen haben mir weitere Fehltipps eingebracht: Nämlich Matt Dillon statt George Clooney und Felicity Huffman statt Reese Witherspoon. Und die Überraschung war sicher, dass Ang Lee zwar als bester Regisseur ausgezeichnet wurde, der Film “Brokeback Mountain” dann aber von “L.A. Crash“ übertrumpft wurde.
Aber im großen und ganzen bin ich schon recht zufrieden mit den Gewinner, obwohl ich es vor allem “Sophie Scholl” auch noch gegönnt hätte…

















