Das Jahr 2006 ist vorbei und deshalb gibt es heute mal meinen ganz persönlichen Jahresrückblick 2006.
Kino & TV
Natürlich gab es auch im vergangenen Jahr die als „große Blockbuster“ erwarteten Filme. Einige konnten diesen Status bestätigen, viele andere aber blieben weit hinter den Erwartungen zurück. Es waren eher die kleineren Produktionen, die mich 2006 im Kino begeisterten. Allen voran waren dieses sicherlich die Filme „Brokeback Mountain“ und „TransAmerica“. „X-Men: Der letze Widerstand“ konnte durchaus meine Erwartungen erfüllen (auch wenn „Angel“ viel zu kurz vorkam). Der zweite Teil von „Fluch der Karibik“ war zwar auch wieder sehr amüsant, aber konnte in meinen Augen leider nicht ganz den Charme des ersten Teils wiedergeben. Weitere meiner persönlichen Highlights im Kinojahr 2006 waren u.a.: „Der Teufel trägt Prada“, „Das Parfüm“, „Flug 93“ und „Casono Rayale“. Gänzlich hinter meinen Erwartungen blieben dann Filme wie „Die Chroniken von Narnia“, „Sakrileg“, „Das Mädchen im Wasser“ und auch „Ice Age 2“ zurück.
Im TV war es in 2006 auch ziemlich zweischneidig. Es gab sie natürlich auch in diesem Jahr, die Serien und Produktionen, die mich begeisterten. Andere, die ich für potentielle Hit hielt entpuppten sich aber als ziemliche Rohrkrepierer. Und wie einige Sender mit verschiedenen Serien umgehen, hat durchaus eine schlechte Note verdient. Zunächst einmal zu den Serien. Da gibt es natürlich erst einmal die Langzeitserie Nummer 1, die Lindenstraße. Hier wurde auch 2006 wieder gelacht und gelitten. Tragisch allerdings, dass Else Kling im Herbst ihren Lindenstraßentod erlebte und leider kurz danach auch die Schauspielerin Annemarie Wendl verstarb. Sicherlich ein großer Verlust. Die „Desperate Housewives“ habe ich erst mit dem Start der zweiten Staffel kennen- und liebengelernt. Von „Six Feet Under“ war leider lange Zeit von der finalen Staffel nichts zu sehen und Hören, aber nun startet sie ja in Kürze. Allerdings zu einer Unzeit, wie auch beispielsweise „Queer as Folk“, wo man jeden Montag aufs recherchieren muss, wann sie denn nun wieder ausgestrahlt wird.
Eine der neuen Serien hat mich sofort in meinem Bann gezogen, nämlich „Ghost Whisperer“ Hier warte ich sehnsüchtig auf die zweite Staffel. Völlig überflüssig waren dann aber Serien, die ich zunächst als interessante neue Serien erwartet hatte, darunter waren solche Serien wie „4400 – Die Rückkehrer“ und „Surface“, die beide von Folge zu Folge seltsamer und schlechter wurden.
Bei den deutschen Produktionen ist es wirklich nervig, wie viel Schrott die Sender doch so fabrizieren können. Super-Nannys, Frauentausch, Gerichtsschows, Pseudo-Psychologie-Talkshows sind nur einige dieser seltsamen Blüten. Und natürlich nicht zu vergessen, die ganzen Casting-Shows. Braucht es wirklich noch eine Popstars-Band? Was ist eigentlich aus all diesen Casting-Stars geworden? Ok, natürlich lässt es sich herrlich darüber lästern, wie manche Leute von sich überzeugt sind, dass sie singen können. Also wird auch in 2007 wieder geschaut, was so bei den Castings von DSDS passiert. Eine löbliche Ausnahme fand ich da beispielsweise die „Schillerstraße“. Zugegeben, hier ist es zwar immer auch ein wenig davon abhängig, wer dabei ist, aber meistens ist es schon sehr lustig.
Musik
Ich bin eigentlich ein Fan von Filmmusiken und Soundtracks. Doch im Jahr 2006 war da gar nicht so viel zu finden, wovon ich begeistert war. Zu den ganz wenigen im Bezug auf meine Sammlung gehörten in 2006 u.a. „Brokeback Mountain“ und „Happy Feet“. Aber Singles gab es in 2006 einige, die den Weg in meine Ohren gefunden hatten. Einige hiervon waren:
Revolverheld – Mit dir Chilln
Robbie Williams – Rudebox
Sebastian Hämer – Sommer unseres Lebens
Herbert Grönemeyer – Zeit, dass sich was dreht
Evanescence – Call me when you sober
Bodyrockers – I like the way
Paul Oakenfold feat. Brittany Murphy – Faster Kill Pussycat
In Memoriam
Auch 2006 sind wieder einige Persönlichkeiten verstorben, an die ich an dieser Stelle einmal erinnern möchte. Selbstverständlich gab es derer noch viele mehr, aber die genannten Personen waren auf die eine oder andere Weise alle etwas Besonderes bzw. haben mich in meinem bisherigen Leben irgendwie begleitet.
Annemarie Wendl, Schauspielerin, „Else Kling“
Elisabeth Volkmann, Schauspielerin, deutsche Stimme von Marge Simpson
Robert Altman, Regisseur
James Brown, Sänger & Entertainer
Aaron Spelling, TV- & Filmproduzent
Rudi Carrell, Entertainer
Steve Irwin, australischer Tierfilmer
Heinz Sielmann, Tierfilmer
Holger Hanisch, St. Pauli-Original, Mitbegründer des „Cafeé mit Herz“
Joachim Höppner, Schauspieler u. Synchronsprecher (deutsche Stimme des Gandalf)
Eva Maria Bauer, Schauspielerin, “Oberschwester Hildegard”
Johannes Rau, Bundespräsident a.D.
Bewegende Momente
Wie schon erwähnt, Madonna auf Tournee gehörte natürlich definitv dazu. Ein besonderer Moment war dabei die Performance von „Live to Tell“ in Amsterdam. Vielleicht lag es daran, dass ich die Show bis dahin schon 2 x gesehen hatte, jedenfalls war es so bewegend, dass ich heftigst Tränen in den Augen hatte.
Ein weiterer bewegender Moment war sicher der Fall Natascha Kampusch. Man kann sich gar nicht vorstellen, was diese junge Frau 8 lange Jahre hat erleiden müssen.
Zu den bewegenden Momenten 2006 gehört auch bei mir auf alle Fälle die Fußball-WM 2006. Selten hat man Hamburg – und ganz Deutschland – in solch einer Stimmung erlebt. Ich meine, wenn ich inmitten von Tausenden von Fußballfans stehe und mit der Fußballnationalmannschaft um den Einzug ins Finale zittere, will das schon was heißen.
Neben dem „Sommermärchen“ darf man aber nicht vergessen, dass es zu Beginn des Jahres auch schon ein Wintermärchen gab, denn bei den Olympischen Winterspielen belegten die Deutschen Athleten am Ende den ersten Platz im Medaillenspiegel.
Im Februar gab es die Verleihung der Goldenen Kamera. Eine Ehrenkamera für sein Lebenswerk erhielt hierbei Rudi Carrell. Bei seiner Dankesrede wurde vielen bewusst, wie sehr ihn der Krebs schon angegriffen hatte. Trotz seiner schwachen Stimme riss Rudi Carrell auch jetzt noch Witzchen.